Geschichte
17. Stadionfest im Jahr 2010
Fabienne Kohlmann in Königs Wusterhausen vorn!
Beim Stadionfest in Königs Wusterhausen hat die Karlstädterin Fabienne
Kohlmann am Freitagabend die 800 Meter gewonnen. Auf den letzten Metern konnte
ihr die internationale Konkurrenz nicht mehr folgen. Die Vize-Europameisterin
mit der 4x400 Meter Staffel siegte in 2:02,14 Minuten.
Mit seinem Sieg und übersprungenen 5,60 Metern im Stabhochsprung sicherte
sich Richard Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen) einen Startplatz beim ISTAF
in Berlin am Sonntag (22. August).
Vor 2.500 Zuschauern im Stadion der Freundschaft ging Fabienne Kohlmann schon
zu Beginn des Rennes an die Spitze. „Ich wollte eine schnelle Zeit“,
sagte Fabienne Kohlmann nach dem Lauf. „Deshalb habe ich das Heft in
die Hand genommen.“ Normalerweise hängt sie sich lieber hinten dran.
Auf der letzten Gegengeraden wurde die EM-Halbfinalistin über 400 Meter
Hürden zwischenzeitlich überholt. „Ich war eingekesselt und
musste mich freikämpfen“, analysierte Fabienne Kohlmann. „Auf
der Zielgeraden hat dann eine Läuferin vor mir gefehlt, dann wäre
eine noch bessere Zeit möglich gewesen.“ Zum Saisonabschluss läuft
die 20-Jährige am Sonntag beim ISTAF noch einmal die 800 Meter, hofft
auf eine neue Bestzeit und schielt auf eine Zeit unter zwei Minuten.
Sieg für Sergej Litvinov
Kathrin Klaas von der LG Eintracht Frankfurt siegte im Hammerwerfen mit 70,63
Metern. In den letzten Wochen hatte sie an ihrem Quali-Aus bei der EM in Barcelona
(Spanien) zu knabbern. „Ich habe nach Fehlern gesucht“, erklärte
Kathrin Klaas. „Ich bin froh, dass es wieder geradeaus geht.“ Beim
ISTAF in Berlin startet die Deutsche Vizemeisterin am Samstagnachmittag schon
wieder.
Das Hammerwerfen der Männer gewann der Frankfurter Sergej Litvinov mit
77,45 Metern. Der Deutsche Meister Markus Esser aus Leverkusen hatte seinen
Start in Königs Wusterhausen aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Richard Spiegelburg nach Berlin
Im Stabhochsprung der Männer ging es um eine Wildcard für das ISTAF.
Richard Siegelburg schaffte als einziger die dafür geforderten 5,60 Meter. „Eigentlich
habe ich mich nicht gut gefühlt“, berichtete Richard Spiegelburg
nach dem Wettkampf. „In einer langen Saison habe ich schon viele Körner
verschossen.“ Der 33-Jährige freut sich auf das ISTAF. „Zum
Abschluss meiner Karriere treffe ich noch einmal auf die Weltspitze.“
Einen letzten Test vor seinem Zehnkampf-Comeback-Versuch nächste Woche
bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Potsdam machte André Niklaus.
Mit seinen 4,40 Metern im Stabhochsprung war der Berliner aber nicht zufrieden. „Das
Timing hat gefehlt“, sagte André Niklaus. Für seinen Zehnkampf
in Potsdam nimmt er sich eine Punktzahl um 7.600 vor. Auf den Titel schaut
der ehemalige Hallen-Weltmeister nicht. Er will sich auf sich selbst konzentrieren.
Nach den vielen Verletzungsproblemen „fehlt es an Selbstvertrauen.“ Im
nächsten Jahr möchte André Niklaus dann wieder angreifen.
Von Jan-Henner Reitze
Quelle: www.leichtathletik.de
16. Stadionfest im Jahr 2009
Ed Gordon, Leichathletik – Journalist aus den USA, war nach Königs
Wusterhausen zum 16. Stadionfest gekommen, um Carolina Klüft aus Schweden
zwei Monate vor der WM zu beobachten. Am Ende des Weitsprungwettbewerbes stellte
er enttäuscht fest, dass die Olympiasiegerin von 2004 und Weltmeisterin
von 2007 im Siebenkampf an diesem Tag weit von ihrer Normalform entfernt war.
Sie wurde mit bescheidenen 6,07 Meter nur Fünfte. Seit einem Jahr konzentriert
sich di e26jährige Schwedin nur noch auf Weit - und Dreisprung, eine einschneidende
Veränderung, die ihr mehr Probleme bereitet als erwartet. Der Amerikaner
gehörte übrigens zur staatlichen Schar von insgesamt 26 Journalisten,
die ins Stadion der Freundschaft gekommen waren, um mit Mikrofon, Kamera, Internet,
Telefon und auch mit dem guten alten Kugelschreiber ihre Hörer, Zuschauer
und Leser zu informieren.
Im Mittelpunkt standen zwei Wettbewerbe bei diesem Abendsportfest am Freitag
voriger Woche. Zum einen war es der Weitsprung der Frauen, einmal wegen der Teilnahme
von „Carro“ Klüft, aber vor allem wegen des neuen Meetingrekordes
von 6,71 m der Russin Olga Kucherenko, den sie gleich beim ersten Versuch schaffte.
Mehr als ein Alarmsignal sind die Ergebnisse der drei deutschen Springerinnen.
Sie landeten auf den letzten Plätzen, keine sprang über sechs Meter.
Zum anderen war es das Hammerwerfen der Männer, wie schon so oft in Königs
Wusterhausen ein Knüller. Sieben Bewerber versuchten Wind und Wetter zu
trotzen und sich für August zu den Weltmeisterschaften in Berlin in Schwung
zu bringen. Am Ende setzte sich Markus Esser vom TSV Bayer Leverkusen mit 76,71
Meter durch. Der 29 – Jährige konnte mit dieser Weite bei seinem neunten
Start in KW zum ersten Mal das Podest als Sieger betreten.
„
Bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Ulm will ich nun unbedingt den
Titel holen, um dann in Ruhe die WM anzusteuern.“ Die WM – Norm von
77,50 m hat er bereits bei der Militär – WM in Sofia mit 78,04 m überboten.
In Berlin erwartet Esser sicherlich stärkere Konkurrenz als beim 16. Stadionfest,
wo er Juriy Shaunov aus Belorussland (75,91 m) und den polnischen Olympiasieger
von 2000 Szymon Ziolkowski (72,85 m) auf die Plätze verwies.
Nach den sechs Versuchen der Frauen war Anita Wloddarczyk aus Polen die Beste
mit 72,39 m. Mit ihrem Landsmann Macielj Palyszko gewann sie auch die Teamwertung
im Hammerwurf.
Ü
brigens hatte Ed Gordon für seine Landsleute noch eine Topmeldung abzusetzen:
Ü
ber 110 – m Hürden kamen in der Reihenfolge Akins, Townsend und Porter
ins Ziel. Sie waren jedoch die einzigen Starter aus den Vereinigten Staaten.
Insgesamt waren 160 Athleten aus 25 Nationen in KW dabei, die zur Eröffnung
vom Schirmherrn und Landrat Stephan Loge herzlich begrüßt wurden.
Ein Lob zum Schluss für die Organisatoren, die mit 800 – m – Läufen
der Jungen und Mädchen sowie Staffelrennen für die Schulen dem Leichtathletik – Nachwuchs
wieder eine Chance gaben, sich zu beweisen. Die Schnellsten kamen von der Grundschule
Zeesen die über 16 x 50 m als Erste einkamen und sich so für den Ausscheid
beim ISTAF in Berlin qualifiziert hatten. Dort waren jedoch Berliner Teams besser.
Blickpunkt 20. Juni 2009
15. Stadionfest im Jahr 2008
as 15. Stadionfest am 27. Mai 2008 in Königs Wusterhausen, vor den Toren
Berlins auch als das „kleine ISTAF“ bezeichnet, startete vor 2000
Zuschauern mit teilweise hervorragenden Leistungen der 115 Athleten aus 26 Ländern
in die Olympiasaison 2008.
Traditionell standen die Hammerwerfer im Mittelpunkt des Interesses, es siegte
der Weißrusse Vadim Dewjantowski mit 77,67 m vor dem „Lokalmatador“ Markus
Esser, der sich mit 77,19 m bis auf 131 cm der Olympianorm näherte und
dem Polen Szymon Ziolkowski mit 75,93 m. Ein gelungener Einstieg in das Hauptprogramm
der Veranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Zuschauer und die SchülerInnen
des Vorprogrammes bereits den ersten Höhepunkt hinter sich, denn der Ministerpräsident
des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck hatte es sich nicht nehmen lassen,
von der Eröffnung der ILA in Schönefeld dem Stadionfest in Königs
Wusterhausen einen Besuch abzustatten, das Meeting gemeinsam mit dem Landrat
Stephan Loge zu eröffnen und die Sieger der 16 x 50 m Schülerstaffel
der Grundschulen des Landkreises zu ehren. Diesen Staffellauf gewann wie im
Vorjahr die Grundschule Straubitz.
Aus den folgenden Wettbewerben ragte besonders der 1000 m Lauf der Männer
heraus, den Carsten Schlangen erzielte mit 2:17,44 min nicht nur einen neuen
Meetingrekord sondern gleichzeitig eine neue deutsche Jahresbestleistung. Der
Berliner von der LG Nord motivierte sich mit dieser Zeit zusätzlich für
den 1500 m Lauf beim ISTAF in Berlin, wo er die Olympianorm von 3:35,50 min
angreifen will. Der Wattenscheider Michael Möllenbeck siegte im Diskuswerfen
mit 62,11 m, konnte aber trotz größter Unterstützung durch
das Publikum die Olympianorm von 64,50 m nicht ein zweites Mal erreichen. Diese
schaffte aber Martina Strutz aus Schwerin mit übersprungenen 4,50 m im
erstmals in Königs Wusterhausen ausgetragenem Stabhochsprungwettbewerb
der Frauen. Und die sympathische Athletin überraschte Zuschauer und Journalisten
mit ersten , aber perfekten Chinesisch-Vokabeln.
Im 110 m Hürdenlauf gewann Sergey Demiduk aus der Ukraine mit 13,71 sec,
auch ihn werden wir beim ISTAF am 1. Juni 2008 wiedersehen. Den Hochsprung
der Frauen gewann Nicole Forrester aus Kanada mit 1,89 m, an der Meetingrekordhöhe
von 1,92 m scheiterte sie dreimal ganz knapp.
Das „15. „ reihte sich mit seinem Ergebnissen, der tollen Stimmung
im Stadion und der sach- und fachkundigen Moderation durch die Stadionsprecher
Ewald Walker und Andreas Möckel, die Leichtathletik „zum Anfassen“ präsentierten,
erfolgreich in die bisherige Erfolgsgeschichte ein und gibt den Organisatoren
Mut für das „16.“ , wiederum in Partnerschaft mit dem DKB-ISTAF
in Berlin, im Juni 2009 im Vorfeld der Leichtathletik-WM in Berlin.
14. Stadionfest im Jahr 2007
Weltmeisterin Betty Heidler siegt mit 70,88 m
23 WM-Teilnehmer beim 14. Stadionfest in Königs Wusterhausen am Start
Einen Hauch der WM von Osaka spürten die 3000 Zuschauer im Stadion der
Freundschaft, 23 WM-Teilnehmer - an der Spitze die Weltmeisterin im Hammerwerfen,
Betty Heidler – bewiesen mit ihren Leistungen, dass auch eine Woche nach
der WM und teilweise strapaziöser Reise, noch Top-Leistungen möglich
sind. Natürlich standen in Königs Wusterhausen die Hammerwerfer wieder
im Mittelpunkt des Interesses und die gebürtige Berlinerin Betty Heidler
ließ es sich nicht nehmen, nach ihrem Wettkampf am 8.9.07 in Paris einen
Tag später in KW zu starten. Und sie enttäuschte die erwartungsvollen
Zuschauer nicht, mit 70,88 m gewann sie den Einzelwettbewerb der Frauen, und
wurde frenetisch gefeiert. Im Männerwettbewerb gewann der Ungar Krisztian
Pars mit 77,95 m und das Paarwerfen ging in diesem Jahr an das kroatische Paar
Ivana Brkljacic / Andras Haklits mit einer Gesamtweite von 139,71 m.
Aber auch in den anderen Disziplinen gab es herausragende Ergebnisse, davon
zeugen die vier erzielten Meetingrekorde , über 1000m der Männer
mit Bartos Nowiki (Polen) in 2:21,14 min, bei den 1000 m der Frauen qualifizierte
sich Natalia Koreyvo (BLR) mit 2:38,47 min zusätzlich für einen Start
beim DKB-Istaf in Berlin, die 15oo m der Männer gewann Wolfram Müller
(LG Pirna) in 3:39,91 min und im Hochsprung der Männer siegte Jamie Nieto
(USA) mit 2,26 m (bei 2,30 m scheiterte er dreimal knapp). Ein weiterer Meetingrekord über
100 m Hürden der Frauen durch die Kanadierin Angela Whyte mit 12,74 sec
wurde leider vom zu starken Rückenwind verweht. Im spannenden Stabhochsprungwettbewerb
der Männer konnte sich der zweitplatzierte Alexander Straub (LG Filstal),
der wie der Sieger Evgeniy Lukyanenko (RUS) 5,71 m meisterte, noch einen Startplatz
für das ISTAF sichern.
Mit seinem 100 m Lauf in Königs Wusterhausen wurde der dreizehnmalige
Deutsche Meister Marc Blume (TV Wattenscheid) vom Meetingdirektor Wieland Klingler
und den begeisterten Zuschauern von seiner aktiven Laufbahn verabschiedet und
für seine Verdienste um die deutsche Leichtathletik geehrt.
Spannend ging es wieder in der 16 x50 m Staffel der Grundschulen zu, der Seriensieger
- die Grundschule Straubitz – ließ sich auch in diesem Jahr den
Sieg nicht streitig machen und will bei den Endläufen anlässlich
des ISTAF im Berliner Olympiastadion ganz weit nach vorn kommen. In einem Einladungswettbewerb
der Juniorinnen im Diskuswurf gewann die U 18 Weltmeisterin Julia Fischer (SCC
Berlin) mit 47,88 m.
Grüße vom ISTAF Berlin „aus der Luft“ überbrachten
mit dem Hubschrauber der WM-Silbermedaillengewinner im Diskuswerfen Robert
Harting und der 4 x 100m Staffelweltmeister aus den USA Leroy Dixon.
Das Resümee aller Beteiligten am Ende des Wettkampftages fasste am deutlichsten
Heinrich Clausen, Generalsekretär des Berliner WM-Organisationskomitees
2009 zusammen : „Wieder ein tolles Stadionfest mit hervorragenden Leistungen
und ein Beweis dafür, dass auch sog. „kleine Vollmeetings“ durchaus
ihren Beitrag für die deutsche Leichtathletik auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften
2009 in Berlin leisten können.“
World champion Betty Heidler won with 70, 88 m
23 members of the world championship in Osaka were on the start at the 14. “Stadionfest” in
Königs Wusterhausen
A touch of the world championship of Osaka feeled the 3000 spectators in the
stadium of friendship. 23 members of the world championship – on top
the world champion in hammer throwing, Betty Heidler – showed with there
performances that also one week after the championship and in some cases exhausting
journay, top performances were possible. Naturally the hammer thrower were
the highlight of the meeting in Königs Wusterhausen and they got the most
interest. The trueborn Berlin woman Betty Heidler insisted to start in KW,
even if her last competition was one day before in Paris. And she doesn’t
disappointed the expectant spectators, won with 70, 88 the individuel scoring
competition of the women and her victory was frenzied celebrated by the public.
In the individuel scoring of the men the hungarian sports man Krisztian Pars
won the competition with 77, 95 m and in the pair- throwing the croation pair
Ivana Brkljacic / Andras Haklits took first place with a total distance of
139, 71 m.
But their were also other top perfomances in the other events, that showed
the 4 meeting records, over 1000 m of the men from Bartos Nowiki (Poland) in
2:21, 14 m, the 1000 m of the women by Natalia Koreyvo (Belarus), she qualified
with this time for the DKB- ISTAF in Berlin. Over 1500 m Wolfram Müller
(LG Pirna) won in gorgeous 3: 39, 91 min and in the . high jump the american
athlet Jamie Nieto jumped over 2,26 m (he failed three times 2:30 m).
Another meeting record over 100 m hurdles by the canadian athlet Angela White
(12, 74 sec.) faded away due to too much tail wind. In the exciting pole vault-
final Alexander Straup (LG Filstal) took second place and qualified, just like
the winner Evgeniy Lukyanenko (Russia) (5,71 m) to go to the ISTAF on the 16.
09.07.
With his 100 m run the 13 times german champion Marc Blume (TV Wattenscheid)
retired by meeting director and the passionated viewer from his activ career.
And he was also honoured in recognition of his services for the german athletics.
Very exiting were also the primary school relay over 16 x 50 m. Like every
year the primary school Straubitz took first place and qualified for the ISTAF.
In an invitationcontest for young women in discus the U 18- world champion
Julia Fischer (SCC Berlin) won with 47, 88 m.
The surprise guest, who came with the helicopter, were this year the silver
medal winner from Osaka in Diskus Robert Harting and the worldchampion in 4
x 100 m relay race from USA Lery Dixon.
The résumé of all participants at the end of the meeting gave
Heinrich Clausen, the secretary general of the organization team for the worldchampionship
2009 in Berlin. He said: “It was another time a great „Stadionfest“ with
top performances and it was also a proof, that also called “little fullmeetings” can
achieved there contribution for the german athletics on the way to the world
championship 2009 in Berlin”.
13. Stadionfest im Jahr 2006
Wenn ein Paar den Hammer wirft - Interessantes Experiment zum 13. Stadionfest
in Königs Wusterhausen
„Sieger im Paarwerfen“..... der Satz hallte vor 3000 Zuschauern
am 1.September 2006 durch das Stadion der Freundschaft in Königs Wusterhausen,
wohl das erste Mal in einem deutschen Stadion überhaupt. Paarwerfen im
Hammerwurf ist etwas völlig Neues und die Organisatoren planten dieses
Experiment, in Abstimmung mit den Athleten, auch zur Erhöhung der Attraktivität
unserer Sportart Leichtathletik. Der Modus lautete : der beste männliche
Werfer und die schwächste gemeldete Werferin bilden ein Paar nach der
Platzierung in der Jahresweltbestenliste. Die Weiten in den jeweiligen sechs
Durchgängen werden addiert. Wer die größte Weite in einem Durchgang
aufweist, hat gewonnen. Das waren Betty Heidler und Holger Klose mit 142,81
m, von beiden erzielt im ersten Durchgang.
Die Seriensiegerin der Saison, sechsmal deutschen Rekord erzielend, bei den
großen Höhepunkten, Europameisterschaften und Europapokal, allerdings
versagend, zeigte Betty Heidler bei diesem Experiment, was sie kann. In KW
eröffnete die in Frankfurt/Main trainierende Berlinerin den Wettbewerb
gleich mit 75,01 m. Im sechsten Versuch steigerte sie sich um einen Zentimeter
auf 75,02 m – zweimal Meetingrekord. Partner Holger Klose hatte vor ein
paar Wochen seine Laufbahn beendet, bereits etliche Kilo abgespeckt und als „Leichtgewicht“ mit
105 kg nur noch 67,80 m erzielend, kam er durch die „Paarung“ mit
Betty Heidler noch zu einem tollen Abschlußsieg. „Ich bin mehr
als zehn Jahre in Königs Wusterhausen gestartet. Immer gern, denn da herrschte
stets eine besondere Atmosphäre. In KW, wie sie es alle kurz nennen, hatte
und hat man ein großes Herz für das Hammerwerfen. Ich meine, die
Sportkameraden haben diesen neuen Wettbewerb angenommen. Schade, dass man jetzt
erst auf die Idee kam“, meinte Holger Klose. Betty Heidler, nach zwei
Meetingrekorden, neuerlichem Einzel- und Sieg im Paarwerfen, begrüßte
den Versuch: „Das war lustig, hat Spaß gemacht. Man war nicht nur
für sich selbst verantwortlich, sondern noch für den Partner. Mit
sechs Paaren und sechs Durchgängen allerdings war der Wettbewerb wohl
etwas lang. Auch Sydney-Olympiasieger Szymon Ziolkowski (Polen), durch die
schwache Partnerin Neomi Nemeth (Ungarn) nur auf Rang fünf einkommend,
meinte: „ Es war ein gelungener Versuch, aber man muß den Wettbewerb
noch etwas straffen.“ Eine Aufgabe, der sich das Org.büro in KW
stellen wird.
Aber nicht nur die Hammerwerfer begeisterten die Zuschauer , auch in den restlichen
11 Wettbewerben wurden sehr gute Leistungen gezeigt. Zwei weitere Meetingrekorde
gingen auf das Konto der russischen Hochspringerin Ekaterina Kunchevic mit
1,90 m und in einem begeisternden 1500 m-Lauf siegte Franek Haschke von der
LG Nord Berlin in 3:42,29 min. dank eines explosiven Endspurtes. Über
die 110 m Hürden musste der Deutsche Meister Thomas Blaschek mit 13:45
sec sich dem US-Amerikaner Joel Brown (13,35 sec) geschlagen geben und das
Speerwerfen der Männer gewann der Schwede Magnus Arvidsson mit 77,77 m
vor Christian Nikolai(77,06 m) und Manuel Nau (77,00 m). Nicht ganz die Hoffnungen
erfüllten die Weitspringer, da keiner die erwarteten 8,00 m übersprang.
Es gewann Ahmed Binmarzoug (Saudi Arabien) mit 7,84 m vor James Beckford (Jamaika)
mit 7,72 m. Die komplette Übersicht der Wettbewerbe siehe unter „Ergebnisse“ .
Das Meeting erhielt gegen Ende der Veranstaltung durch eine unprofessionelle
Arbeit des Kampfrichterteams ( insbesondere bei der Zeitmessung/ Zieleinlauf
) leider einige Turbulenzen und starke Verzögerungen im Zeitablauf, sehr
zum Nachteil einiger Athleten und weniger interessant für die Zuschauer.
Dazu Meetingdirektor Wieland Klingler : „Solche Fehler dürfen einfach
nicht vorkommen, daraus müssen wir lernen - eine Leichathletikveranstaltung über
vier Stunden trägt nicht zur Erhöhung der Attraktivität unserer
Sportart bei !“
Wiederum ein Höhepunkt im Programm des KW’er Stadionfestes : Die
Landung des Hubschraubers mit Athleten des ISTAF Berlin, in diesem Jahr begrüßten
die 3000 Zuschauer Sanya Richards (USA), die derzeit schnellste 400 m-Läuferin
der Welt und die Vize-Europameisterin Kirsten Bolm, die sich einen Tag später
im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal den DKB-Jackpot sicherte .Auch die Staffeln
der Grundschulen des Landkreises Dahme- Spreewald über 16 x 50 m begeisterten
wieder die Zuschauer. Für den Endausscheid beim ISTAF am 3.09.2006 qualifizierten
sich die Grundschule Straupitz und die Erich-Kästner Grundschule Königs
Wusterhausen.
When a pair threw the hammer – an interesting experiment on the 13. “Stadionfest” in
Königs Wusterhausen
“And the winner in pair- throwing is ...” resounded in front of
3000 spectators on the 01. september 2006 through the stadium of friendship
in Königs Wusterhausen, probablay the first time ever in a german stadium.
Pair- throwing was a new idea of the organization- team of Königs Wusterhausen.
Basic idea was in coordination with the athlets to enhanced the attractiveness
of the sport. The procedure was: the best male thrower and the weakest entered
woman formed a pair. The distances in the heats were added. The pair with the
longest distance in one round won. 2006 were that Betty Heidler and Holger
Klose with 142, 81 m. “I startet since more than 10 years in Königs
Wusterhausen. I liked it, due to the special athmosphere. In KW all have a
big heart for hammer- throwing. I think all liked that new competition. It’s
a real pity, that they haven’t this idea any earlier.” thought
Holger Klose. Betty Heidler, after two meeting records and victory in hammer
throwing and pair- throwing welcomed the experiment: “It was fun, I enjoyed
it. You are accounted also for your partner.” All in all the organization-
team had to tighten up the competition, because it took too long.
Not only the hammer throwing, but also the other 11 events could delighted
the spectators. Two other meeting records were made, one by the russian high
jump- woman Ekaterina Kunchevic with 1,90 m and the other took the german sportsman
Franek Haschke in 3:42,29 min over 1500 m. The american athlet Joel Brown with
13,35 sec bet Thomas Blaschek (13:45 sec) over the 110 m hurdles. In throwing
the javelin the swedish athlet Magnus Arvidsson took first place with 77,77
m in front of Christian Nikolai (77,06 m) and Manuel Nau (77,00 m). None of
the long jumper flew over 8 m. The winner Ahmed Binmarzoug from Saudi- Arabia
jumped 7, 84 m and the second James Beckford (Jamaika) 7, 72 m. Towards the
end of the meeting they got some delay and time troubles, due to unprofessional
judges, esp. in time keeping. That was a pity.Meeting director Wieland Klinger
said: “Such mistakes like that simply cannot be allowed to happened.
We have to learn from one’s mistakes – a meeting from over 4 hours
is not attractive for the spectators.”
A highlight was the landing of the helicopter . In this year the spectators
welcomed Sanya Richards (USA), who was the fastest 400 m runnerin in the world
at this time and the Vize-european champion Kirsten Bolm. Also the relay race
from the primary schools over 16 x 50 m delighted the public. The primary school
of Straupitz and the Erich Käster primary school from Königs Wusterhausen
could qualified for the final at the ISTAF in Berlin.
12. Stadionfest im Jahr 2005
3000 Zuschauer erlebten am 2.September 2005 wieder hautnah spannende Wettkämpfe,
tolle Leistungen und eine prächtige Stimmung im Stadion der Freundschaft.
Natürlich stand das Hammerwerfen der Männer wieder im Mittelpunkt,
am Ende gewann der Ungar Christian Pars mit 77.60 m vor Markus Esser mit 77,24.
Beide stiegen sofort nach dem Wettkampf ins Flugzeug, um am nächsten Tag
ihren Start beim Weltcupfinale abzusichern – aber Königs Wusterhausen
wollten auch sie unbedingt erleben. Durch seine Verletzung vor der WM noch gehandicapt,
reichte es für Karsten Kobs mit 73,17 m leider nur zum 4. Platz. Insgesamt
waren in Königs Wusterhausen über 30 WM-Teilnehmer am Start und der
Veranstalter konnte am Ende zwei neue Meetingrekorde registrieren, im Hochsprung
der Männer erreichte der Finne Oskari Frösen 2,22 m (an 2,26 m scheiterte
er knapp) und über die 1500m gewann der Marokkaner Aziz Ennaji el Idrissi
mit sehr guten 3:44,59 min. Hervorzuheben auch, weil bei leichtem Regen erzielt,
die 5,60 m im Stabhochsprung der Männer durch den Schweden Jenk Alhaji.
Von den deutschen WM Teilnehmern überzeugte Birgit Rockmeier mit Siegen über
100 m und 200 m sowie die beiden Erstplatzierten im Speerwerfen Björn Lange
mit 80,74 m und Mark Frank mit 79,21 m. Verletzungsgeplagt konnte der neue deutsche „Sprinterstar“ Tobias
Unger über 100 m mit Platz 10 (zwei Zeitläufe) nicht überzeugen,
hier gewann der Nigerianer Olusoji Fasuba in 10,20 sec.(Weitere Resultate sie
unter Ergebnisse).
Beim immer wieder begeisternden Staffellauf über 16 x 50 m der Grundschulen
gewann die Grundschule Straubitz und qualifizierte sich damit für das Finale
am 4.09.2005 beim ISTAF im Berliner Olympiastadion. Den Höhepunkt des Königs
Wusterhausener Leichtathletikabends bildete die Hubschrauberlandung mit Astrid
Kumbernuß und Christina Obergföll als Ehrengäste dar. Beide waren
vom überaus herzlichen Empfang überrascht und hatten während der
Autogrammstunde „viel Arbeit“.
Christina Obergföll, frisch gekürte WM-Zweite im Speerwerfen, berichtete über
ihr Erleben des WM – Wettkampfes in Helsinki und Astrid Kumbernuß,
mit 20,38 m Meetingrekordhalterin in Königs Wusterhausen, wollte es sich
nicht nehmen lassen, auf ihrer „Abschiedstour“ noch einmal in KW
Station zu machen.
Mit dem Gesamteindruck, den Wettkampfergebnissen und der öffentlichen Resonanz
schöpft der Veranstalter neuen Mut für die Vorbereitung des 13. Stadionfestes
am 01.September 2006, wiederum in Zusammenarbeit mit dem 2 Tage später stattfindenden
ISTAF in Berlin.
3000 spectators saw on the 2. September 2005 some very fascinating competitions
right in front of their eyes, amazing records and a glittering atmosphere in
the stadium of friendship. The focus attention was like every year on the hammer
throwing contest. In the end the hungarian athlet Christian Pars took first
place with 77,60 m in front of Markus Esser with 77, 42 m. After the competition
both got into an airplane and flew to the welt cup final, which took place
one day later, but both want to experience the competition in Königs Wusterhausen.
All in all 30 world championship member took part in Königs Wusterhausen
and 2 new meeting records were notched up. The first one in high jump, where
the finnish sportsman Oskari Frösen jumped over 2,22 m (he failed 2,26
m closely)and the second in 1500 m by Aziz Ennaji el Idrissi from Maroc in
very good 3:44,59 min. Another highlight was the pole vault, because the jumper
had rain. So the 5, 60 m of the swedish athlet Jenk Alhaji were a very good
result. From the german world championship- members Birgit Rockmayer persuaded
with victorys over 100 m and 200 m. Moreover Björn Lange (80, 74 m) and
Mark Frank (79, 21m) took first place in throwing the javeline. Tobias Unger
injury was still giving him trouble and so he only reached place 10. The nigerian
Olusoji Fasuba won in 10,20 sec.
At the relay team race from the primary schools, the primary school fom Straubitz
won and qualified for the ISTAF.
At this meeting the helicopter brought Astrid Kumbernuß and Christina
Obergföll. Both were taken by the enthusiastic reception fro the public
and got a „lot of work“ by signed autographs. Christina Obergföll,
who took second place in throwing the javelin in Helsinki and told about her
competition in Helsinki. Astrid Kumbernuß, who hold the meeting record
with 20, 38 m in shot- put. She retired from the great athletics szene and
wanted to visit Königs Wusterhausen a last time. The organizer and sponsors
took heart from that event and the considerable interest from the public.
11. Stadionfest im Jahr 2004
10. Stadionfest im Jahr 2003
9. Stadionfest im Jahr 2002
Der Mann mit dem Hammer gewann im Speerwerfen. Nein, Raymond Hecht schleuderte
nicht die verdrahtete Eisenkugel, sondern bleib seinem Speer treu. Doch in deutschen
Landen erzielte der Magdeburger die stärksten Abwurfweiten, er hat schlichtweg
den größten Bums drauf. Und vor rund 3500 Zuschauern wuchtete er sein
Gerät bis auf 86,66 Meter. Das war der Sieg, das war auch Meetingrekord.
Dabei hätten bereits seine 85,49 Meter aus dem ersten Durchgang für
den Sieg gelangt. Obwohl gleich fünf EM- Teilnehmer von München antraten,
setzte sich der amtierende Deutsche Meister sicher durch. "Ich wusste, was
ich drauf hatte, und hoffe, dass es demnächst noch weiter geht", gestand
er. Dabei war er im Grunde genommen froh, nach einer überstandenen Ellenbogen-
Operation überhaupt wieder richtig mitmischen zu können. Die Atmosphäre
behagte aber dem Mann mit dem Ring im Ohr, und "vor allem der Belag der
Anlaufgasse von Königs Wusterhausen. Da ist bestimmt noch mehr drin",
sinnierte er und schaute wohl schon mit einem Auge nach vorn, aufs Zehnte? Wir
werden sehen. Zumindest steht das Speerwerfen der Männer erst einmal im
Programm. Einer war an diesem Tag daher mit seinem dritten Platz überhaupt
nicht zufrieden, dabei konnte er mit Sicherheit am 6. August wieder an den "Tatort" zurück.
Der Berliner Hürdensprinter Florian Schwarthoff hatte es mir dem US- Amerikaner
Greg Richardson und dem Wattenscheider EM-Fünften Mike Fenner zu tun. Beiden
wurde 13,48 Sekunden zugebilligt. Das Zielfoto entschied sich allerdings für
den US- Amerikaner als Sieger. Doch Schwarthoff stöhnte: "Meine Konkurrenten
liefen nebeneinander und haben sich gegenseitig gepuscht. Aber: Wenn ich gewusst
hätte, wie toll die Atmosphäre in Königs Wusterhausen ist, dann
wäre ich sicher schon früher gekommen." Nun, dazu hat er ausgiebig
Gelegenheit, denn der lange Florian ist beim Berliner ISTAF jetzt als sportlicher
Direktor tätig, arbeitet folglich eng mit den Organisatoren von Königs
Wusterhausen zusammen. Natürlich wurde auch der Hammer geworfen. Und erneut
wurden gute Resultate erzielt. Der ungarische Olympiasieger von 1996, Balasz
Kiss, setzte sich mit 79,23 Metern durch. Da konnten die Stamm- Gäste, wie
der deutsche Ex- Weltmeister Karsten Kobs nur hinterher schauen.Die Puhdys unter
Vertrag beim Stadionfest- Sponsor der EWE AGDie Puhdys heizten beim Neunten den
Fansordentlich ein. Die fünf Musiker, Dieter "Maschine" Birr,
Dieter "Quaster" Hertrampf, Peter "Eingehängt" Meyer,
Klaus Scharfschwert und Peter "Bimobo" Rasym hatten im Stadion der
Freundschaft einen Kurzauftritt, der bei den Fans super ankam. Die Kultband des
Ostens hatte ohnehin in Königs Wusterhauen gewissermaßen ein Heimspiel,
bei dem es von vornherein keinen Verlierer gab.
The man with the hammer won in throwing the javelin. No, Raimond Hecht didn’t
sling the wirde ironshot, but has been faithful to his javelin. But the sportsman
from Magdeburg scored the strongest throw-out- distance, in front of 3500 spectators
he slammed the javelin up to 86, 66 m. That meant the vicory for him and new
meeting record. Already his first try, with 85, 49 m was enough for the victory.
Even if 5 european championship members from Munich took part in this competition,
the reigning german champion came to the top and won. “I’m really
good and I hope, that it continued.” he said. But all in all he was really
glad after got a elbow operation over with, that he was up there among the
leaders. The man with the earring liked the athmosphere and “especially
the surface of the run- up lane from Königs Wusterhausen. There is certain
more in it.” he mused and planned ahead the 10. “Stadionfest” next
year? We will see! At least throwing the javelin is a part of the programm.
Another member wasn’t confident with his thid place. The hurdlessprinter
from Berlin Florian Schwarthoff had stars like Greg Richardson and the european
championship- fifth Mike Fenner in his competition. Both were granted to 13,
48 sec., but the foto- finish picture declared the american sportsman Greg
Richardson as champion. But Schwarthoff moaned: “My competitors run abreast
and pushed each other. But: If I have know, how amazing the athmosphere here
in Königs Wusterhausen is, I would have come earlier.”
Natural also hammer throwing had been hold up. Also here they got good results.
The hungarian olympic champion from 1966 Balasz Kiss took first place with
79, 23 m.
The headline in the apron went: “”Die Puhdys” are on a contract
by “Stadionfest”- sponsor EWE AG”. This german band gave
the spectators a piece of them’s mind. The 5 musicans Dieter “machine” Birr;
Dieter "Quaster" Hertrampf, Peter "Eingehängt" Meyer,
Klaus Scharfschwert and Peter "Bimobo" Rasym had a short appearance
in the stadium of friendship, who brought up the house. This cult band from
the east had in Königs Wusterhausen in the way a home game.
8. Stadionfest im Jahr 2001
Dieser 28. August 2001 war leider ein kühler und windiger Tag, der den Athleten
zu schaffen machte und herausragende Leistungen kaum zuließ. Dabei war
im Vorfeld des Festes der nationalen und internationalen Presse zu entnehmen,
dass sioch die in KW startenden Weltklasseathleten viel vorgenommen hatten. So
war dann auch der Olympia- Fünfte Kofi Amoah Prah (LG NIke Berlin) mit seiner
Siegerweite von 7,58 m höchst zufrieden. Über 8 m (Bestweite 8,20 m)
wollte der Schützling von Trainer Klaus Beer mindestens springen, aber die
ließen die vier Meter Gegenwind einfach nicht zu. Auch der Olympiasieger
und Weltmeister im Hammerwurf Szymon Ziolkowski (Polen) war von seiner Weite,
78,31 m, enttäuscht. Sie reichte zwar zum Sieg, aber den wollte er sich
mindestens mit einem 80 m- Wurf holen. Trotz dieser ungünstigen Witterungsbedingungen
wurden drei neue Meetingrekorde aufgestellt. Das herausragende Resultat dieses
8. Stadionfestes lieferte der US- Amerikaner Dominique Arnold über die 110
m Hürden. Mit der neuen Stadionrekord- Zeit von 13,14 s qualifizierte er
sich für den Start beim ISTAF. Es war die drittbeste Zeit, die bislang im
Jahr 2001 über die kurze Hürdendistanz gelaufen wurde.
Einen weiteren Meetingrekord gab es durch McMullen (USA) zu feiern. Er gewann
den 1500 m- Lauf in der bei diesen Witterungsbedingungen ausgezeichneten Zeit
von 3:48,06 min. Den dritten Meetingrekord steuerten die Frauen bei. Hier gewann
die Polin Zagacka den Weitsprung mit 6,40 m.
Allen Witterungsbedingungen und ausbleibenden Weltklasseleistungen zum Trotz
quittierten 3000 begeisterte Zuschauer das Engagement aller Athleten mit großem
Beifall. 120 aus 22 Ländern waren in den 15 Disziplinen am Start. Den Auftakt
bildeten wie immer die Hammerwerfer. In dem hochkarätige besetzen und spannenden
Wettkampf belegte schließlich hinter Ziolkowski Ex- Europameister Tibor
Gecsek aus Ungarn mit 77,28 m den zweiten Platz vor Ex- Weltmeister Karsten Kobes
aus Leverkusen, der auf 76,24 m kam, und dem 96er Olympiasieger Balast Kiss (Ungarn/
76,02 m).
Zu den Höhepunkten des Festes zählte wie immer der Einflug des Hubschraubers.
Ihm entstiegen neben dem neuen ISTAF- Chef Stefane Franke der neue Hochsprungweltmeister
Martin Buß und der Weitsprungweltrekordler aus den USA Mike Powell, empfangen
vom herzlichen Beifall der 3000 im weiten Rund. Da wurden Erinnerungen wach.
Zunächst einmal ans erste Stadionfest, als Mike Powell gleichsam aus dem
Stehgreif eine Sprungschule für junge Nachwuchssportler der WSG'81 improvisierte
und ad hoc zum Publikumsliebling wurde. Und dann natürlich an seinen Weltmeistersprung
von Tokio, als er mit 8,95 m den noch heute gültigen Weltrekord aufstellte.
Fast auf den Tag vor zehn Jahren verbesserte er damit den "Jahrhundert-
Weltrekord" von Bob Beamann, der 1968 mit 8,90 m vor Klaus Beer (8,19 m)
Olympiagold gewann. Als der Stadionsprecher daran erinnerte, wollte der Beifall
nicht enden. Und so bot sich dann auch das gewohnte Bild: Hunderte standen nach
Autogrammen an. Interessant zu hören war, dass Martin Buß beim ISTAF
nicht im Hoch-, sondern im Weitsprung startet. Zur allgemeinen Überraschung
erzählte Mike Powell, dass er wieder in die Weitsprunggrube zurückgekehrt
sei und eine Teilnahme an Olympia 2004 in Athen anstrebe. Mit 40 fühle er
sich dafür nicht zu alt.
Sportlich litt das wie immer hervorragend vorbereitete Meeting unter den kurzfristigen
Absagen einiger Spitzenathletinnen und -athleten. So war es doch sehr bedauerlich,
dass die Sprinter aus den USA und Jamaika mit ihren Bestleistungen unter 10,16
s fehlten, desgleichen der Hürdensprinter Mark Crear oder aus deutscher
Sicht Melanie Paschke und Gabi Rockmeier aus der 4 x 100 m Staffel, die bei der
WM in Edmonton Silber gewonnen hatten. Sie alle hatten vordem ihre Teilnahme
zugesagt. Schade. Der Begeisterung des Publikums tat es indessen keinen Abbruch.
Im Stabhochsprung gab es trotzdem ausbleibender Spitzenleistungen einen packenden
Zweikampf zwischen Marvin Osei Tutu aus Zweibrücken und Tobias Ullrich aus
Stuttgart, den Tutu mit 5,30 m vor Ulrich, 5,10 m, für sich entschied.
Ein Novum des Stadionfestes war der 100 m- Lauf für behinderte Sportler.
Unter dem herzlichen Beifall des Publikums gewann Franzka (LC COttbus) in 13,34
s vor Steffen Lehmann (SSV Blindenschule KW) 13,89 s und Siegmund Turteltaube
(Forst) in 13,97 s.
In der schon zur Tradition gewordenen Schülerstaffel über 16x50 m gewann
erwartungsgemäß die Grundschule Straupitz. Den zweiten Platz belegte
die Grundschule Mellensee vor der Grundschule "Erich-Kästner" aus
Königs Wusterhausen.
This 28. august 2001 was a very windy and chilly day, who gave the athletes
so a hard time and disallowed top – results.
In the apron the world- class athletes had took on much, said the national
and international press. And so in the end the olympic fifth Kofi Amoah Prah
(LG Nike Berlin) was very confident with his winning distance 7, 58 m. He wanted
to jump over 8 m (his personal record was 8,20 m), but the headwind from 4
meters disallowed it.
Also the polish olympic champion and world champion Szymon Ziolkowski was disappointed
with his 78,31 m in hammer throwing, even if this distance was enough for the
vicory, but he wanted to won first place with a nick over 80 m.
In spite of the bad weather conditions 3 new meeting records were set up. The
american sportsman Dominique Arnold furnished the outstanding result of the
meeting over 110 m hurdles. With 13,14 sec. he qualified for the ISTAF and
run meeting record. It was the third best result, which was run up to this
date in 2001 over 110 m hurdles.
Another meeting record was taken by Mc Mullen (USA), who won the 1500 m in
3: 48, 06 min. The polish sports woman Zagacka won the long jump with 6, 40
m. This was the third meeting record. In spite of the bad weather the commitment
of all athletes was greeted with applause by 3000 spectators. 120 athletes
from 22 countrys went on the start line in 15 events. The upbeat was as always
the hammer throw competition. In the contest Ziolowski took first place; Tibor
Gescek won second place with 77, 28 m and Karsten Kobs took place three with
76, 24.
Another highlight of the event has been the landing of the helicopter. This
brought ISTAF- meeting director Stefane Franke, high jump world champion Martin
Buß and long jumper Mike Powell. They all were greeted with cheers from
the 3000 visitors. There memorys came back, at first on the first “Stadionfest”,
where Mike Powell improved a jump- school for junior- athletes from the WSG’ 81.
With this he has been a favourite from the public. On the other hand his world
championship- jump from Tokio, where he flew 8,95 m, which is also today world
record.
After the event he signed autographs to all spectators. Very interesting was
that Martin Buß startet at the ISTAF in high jump and not in long jump.
To the general surprise Mike Powel told, that he wanted to start another time
in long jump and took part at olympia 2004 in Athens. He didn’t feel
to old with 40 years for such an event.
In the pole vault there was a duel between Marvin Osei Tutu and Tobias Ulrich.
In the end Tutu won with 5,30 for Ulrich with 5, 10 m.Another novum was the
100 m race from disabled athletes. Franzka won under warm approval in 13,34
sec. for Steffen Lehmann (13, 89 sec.) and Siegmund Turteltaube (13,97 sec.)
In the school relay took the primary school Straupitz first place. Second place
won primary school Mellensee for primary school “Erich Käster” from
Königs Wusterhausen.
7. Stadionfest im Jahr 2000
Beim 7. Stadionfest am 29. August 2000 platzte das Stadion der Freundschaft fast
aus allen Nähten: 177 Athleten aus 23 Ländern waren gekommen. Nicht
nur, um sich einem gewöhnlichen Wettkampf zu unterziehen, sondern vielmehr,
um sich für die Olympischen Spiele in Sydney zu testen, zu qualifizieren
oder sich so richtig in Schwung zu bringen. In Königs Wusterhausen gab sich
wortwörtlich die Weltelite die Klinke in die Hand So viele Spitzenstars
kamen noch nie.
Der Hammer war einmal mehr die Hammerwurfkonkurrenz. Sie war bestimmt vom Duell
des Weltmeisters Karsten Kobs gegen den Ex- Weltmeister Heinz Weis. Und Publikumsliebling
Weis erhielt schließlich viel Beifall, als er mit dem "Rudolf- Harbig-
Preis" geehrt wurde. Kobs schaffte 78,34 Meter, Weis als Dritter 77,74 Meter.
Den Sieg trug nämlich der Pole Szymon Ziolkowski mit 78,87 m davon. Eindrucksvoll
war auch der Test der deutschen Frauen- Nationalmannschaft über 4x 100 Meter
mit Gabi Rockmeier, Sabrina Mulrain, Andrea Philipp und Marion Wagner. Mit flüssigen
Wechseln schaffte das Quartett die Stadionrunde in 42,80 Sekunden. Andrea Philipp
urteilte:" Wir sind noch nie in dieser Besetzung gelaufen. Und dann starten
wir aus dem vollen Training heraus. So gesehen ist die Zeit gar nicht so schlecht." In
Sydney allerdings lief es bei ihnen nicht so reibungslos, erzielten sie im Vorlauf
lediglich 42,82 Sekunden, waren also langsamer als in KW und mussten sich im
Endlauf mit Rang sechs begnügen. Dafür wurden die deutschen Damen zwei
Jahre später Vize- Weltmeister.
Zufrieden zeigte such auch der Berliner Weitspringer Kofi Prah, der immerhin
bis auf 8,06 Meter flog. Relativ blass blieb hingegen der einstige 400-m-Star
Harry "Butch" Reynolds, der 47,0 Sekunden für die Runde brauchte.
Der nahm es jedoch gelassen: "Ich bin zufrieden und kann sagen, dass mir
mein Freund Kevin Braunskill nicht zuviel versprochen hat von diesem Königs
Wusterhausen. Es war ein kleines, aber ein ganz großes Meeting. Schön,
es einmal erlebt zu haben."
At the 7. „Stadionfest“ on the 29. august 2000 the stadium of
friendship was nearly bursting at the seams: 177 athlets from 23 countrys came
to Königs Wusterhausen. Most of them not only wanted to did a competition,
but rather to test for the olympic games in sydney, to qualify or really got
going. In Königs Wusterhausen there was a steady stream of world class.
So many top athlets never arrived to this event.
The hammer was once again the competition in hammer throwing. This contest
was determined by the duel between world champion Karsten Kobs and former world
champion Heinz Weis.
Favourite Weis draw applause, when he was honoured with the „Rudolf-
Harbig- Preis“. Kobs passed 78, 34 m; Weis, who took third place 77,
74 m. The polish sportsman Szymon Ziolkowski won with 78, 87 m.
Also impressive was the test of the german national team over 4x 100 m with
Gabi Rockmeier, Sabrina Mulrain, Andrea Philipp and Marion Wagner. The relay
team passed the stadium round with well baton changes in 42, 80 sec. Andrea
Philipp judged: ”We never run with these members. From that point of
view the time is not bad.”
In Sydney it hadn’t went without a hitch, they achieved in the caster
only 42, 82 m and were content with place 6 in the finish. 2 years later they
took the silver medal in world championship.
Quite satisfied was the german long jumper from Berlin Kofi Prah, who jumped
8,06 m.
Very retiring was the former 400 m star Harry „Butch“ Reynolds,
who needed 47, 0 sec. for the round. He kept calm and said: “I am satisfied
and can say, that my friend Kevin Braunskill didn’t promise too much
from this event in Königs Wusterhausen. It was a small, but a really big
meetig. Very well too see it.”
6. Stadionfest im Jahr 1999
"Ich freue mich unheimlich, dass ich gewonnen habe", versicherte Hammerwurf-Sieger
Karsten Kobs. Der frisch gebackene Weltmeister aus Dortmund fügte hinzu:" Der
Heinz hat heute wahnsinnig gekämpft. Wie er sich gesteigert hat, das zeigt,
mit ihm ist weiter zu rechnen. Ich denke, wir haben heute bewiesen, was wir können.
Und: Spannender geht es wohl kaum."
In der Tat. Was die Recken den mehr als 5000 Zuschauern am 5. September 1999
boten, war Spannung pur. Bis zum letzten Durchgang hatte der Weltmeister von
Athen 1997 Heinz Weis noch geführt. Der achtmalige deutsche Meister hatte
sich im dritten Versuch mit 79,48 Metern vor Europameister Tibor Gescsek aus
Ungarn und Weltmeister Karsten Kobs an die Spitze gesetzt. Dabei überbot
er seine persönliche Jahresbestleistung um erstaunliche anderthalb Meter.
Dass ihn Kobs noch mit dem letzten Wurf um winzige 29 Zentimeter übertraf,
tat der Freude des Altmeisters keinen Abbruch. "Meine Weite macht mir Mut.
Vielleicht komme ich nächstes Jahr wieder", sagte Weis.
Der Sieger Kobs dankte indes anschließend noch dem begeisterten Publikum,
indem er sagte: "Eine großartige Kulisse. Das Publikum feuert uns
regelrecht zu Spitzenleistungen an. Ich möchte den Königs- Wusterhausenern
danken, dass sie für unsere Disziplin so viel Interesse aufbringen."
Aber auch in anderen Entscheidungen ging es spannend zu. So beim Weitsprung der
Männer. Der Berliner Kofi Prah wollte seine Bestmarke von 7,93 m knacken,
doch er musste sich mit 7,71 m begnügen. Den Vogel schoss dafür Wendell
Williams aus Trinidad ab, der mit 8,14 m einen Meetingrekord markierte.
Ü
ber die Stadionrunde trat erneut Vorjahressieger Aleyjandro Cardenas an. Der
WM-Dritte von Sevilla verbesserte seinen eigenen Stadionrekord um 22 Hundertstel
und schraubte die Bestmarke auf 45,15 s. Er musste sich allerdings mächtig
strecken, um als Erster einzulaufen. Tomasz Czubak, immerhin Mitglied der polnischen
WM-Silber-Staffel, blieb ihm auf den 400 m mit 45,98 s auf den Fersen.
Den dritten Stadionrekord stzte Jana Woytkowska aus Halle mit 58,35 m im Speerwerfen.
Der vierte kam auf das Konto von 400-m-Hürden-Läuferin Judith Szekeres
aus Ungarn, die 56,08 s benötigte.
„I am incredibly pleased about my victory”, professed hammer-
throwing winner Karsten Kobs. The newly trained world champion from Dortmund
appended:“ Heinz has put up a crazed fight today today. How he increast
today show me, he ist one to look out for in the future. I suppose we have
shown today what we can. And: there is nothing grippinger than this competition.”
Indeed. What the hammer thrower showed to the over 5000 spectators on the 5th
September 1999 was pure tension. Up to the last round world champion from athens
Heinz Weis leaded the competition. The repeated eight times german champion
throw the hammer in the third round up to 79, 48 m and took the lead in front
of european champion Tibor Gescsek from hungary and world champion Karsten
Kobs. While that he improved his personal year- record by one and a half meter.
But in the last round Karsten Kopbs improved the record by 29 centimeter and
won the competition. But Heinz Weis was glad and said: “My distance elate
me. Maybe I come again next year.”
The winner Karsten Kobs thanks also for the passionate spectators by saying: “ A
wonderful background. The audience cheered us on to top results. I would like
to express my thanks to the people of Königs Wusterhausen because they
show so much interest for our event.”
It was also very fascinating at the other desicions. At the long jump Kofi
Prha wanted to broke his record from the previous year 7,93 m, but he jumped
only 7,71 m. But Wendell Williams from Trinidad and Tobago flew fantastic 8,14
m and established a new meeting record.
Over the stadium round won last year’s winner Aleyjandro Cardenas with
new meeting record in 45, 15. Tomasz Czubak took the second place in 45, 98
sec.
The third meetingrecord set Jana Woytkowska with 58, 35 m in throwing the javelin.
And the fourth record was taken by 400 m hurdles winnerin Judith Szekeres from
Hungary in 56,08 sec.
5. Stadionfest im Jahr 1998
Das fünfte am 30. August 1998 was das bislang bestbesuchteste Stadionfest.
Knapp 4000Zuschauer pilgerten ins Stadion der Freundschaft. Immerhin zehn Meetingrekorde
wurden gefeiert, darunter einige hochkarätige. Dem deutschen Hammerwurf-Weltmeister
Heinz Weis aus Leverkusen gelang die EM-Revanche gegen den ungarischen Olympiasieger
Balazs Kiss. Der 33-jährige Weis setzte bei seinem fünften Start in
KW endlich einen Sieg. "Na bitte, der Knoten ist geplatzt, ich habs endlich
geschafft", freute sich der schwere Leichathlet. Mit 80,12 m rang er dem
EM-Zweiten und Olympiasieger in die Knie, der "nur" 79,74 m schaffte.
Das Rezept des Siegers: Gleich im ersten Versuch mit einem "Hammer" die
versammelte Weltelite schockieren. Der Ungar zeigte sich als fairer Sportsmann: "Heinz
war heute der mit Abstand Beste. Er hat verdient gewonnen."
Die Hammerwurf-Konkurrenz war damit einmal mehr das Eintrittsgeld wert. Und vom
IAAF-Präsidenten Primo Nebiolo wurde sogar ob der Spitzenleistungen der
Grand-Prix-Status von Königs Wusterhausen bestätigt.
Glanzlichter setzten aber auch Sprinter Innocent Asonze aus Nigeria, der in 10,06
Sekunden über den Tartan fegte. Über die doppelte Distanz überzeugte
Kevin Braunskill (USA) in 20,53 Sekunden. Die Stadionrunde absolvierte Alejandro
Cardnas (Mexico) in nur 45,38 Sekunden. Im Weitsprung der Männer flog Kofi
Prah aus Berlin 7,93 Meter weit. Über die 400 m der Frauen musste sich die
EM-Zweite Helena Fuchsova (Tschechien/51,29 s) mit Rang zwei hinter Loren Graham
(Jamaika/51,05 s) begnügen. Und auch die 800-m-Zeit von Maren Hyman (Jamaika)
mit 2:00,49 min kann sich noch heute sehen lassen. Es wurde wahrhaft ein Feuerwerk
von Superleistungen geboten. Kein Wunder, dass Meeting-Direktor Wieland Klingler
strahlte. "Gutes Wetter, gute Stimmung und auch noch gute Leistungen. Besser
kann ein Sportfest nicht laufen." Allein 42 Journalisten von 29 verschiedenen
Redaktionen waren an den Berliner Stadtrand gezogen, um zu sehen was die "Provinz" zu
bieten hat. Sie waren mehr als erstaunt. Die 140 Athleten aus 34 Ländern
sorgten für echtes olympisches Flair im Brandenburger Land. Königs
Wusterhausen hatte spätestens mit dem Fünften seinen Platz in der internationalen
Leichathletik-Szene etabliert. Und nicht nur, weil hier traditionell die Hammerwerfer
Superleistungen erzielen ...
This meeting was enacted on the 30. August 1998 and was up to the present
the event with the most visitors. 4000 spectators treked in the stadium of
friendship to watch it. At least 10 meeting records were celebrated, some of
them were very high-calibre. The german hammer- thrower Heinz Weis succeed
the world- championship revenge against the hungarian olympic champion Balasz
Kiss. Ther german sportsman won the competition at his fifth participation.
After the victory he was absolutely delighted and said: “Didn’t
I tell you? The penny has dropped, at least I got it!” He won with 80,12
m by contrast from 79,74 m of Balasz Kiss. The prescription of the winner:
In the first attempt he shocked the gathered world class. The hungarian presented
sportsmanlike: “Heinz won with a plenty of distance today. He well earned
the victory.” So the hammer throwing competition was worth the money.
Moreover the Grand- Prix- status from Königs Wusterhausen was confirmed
by the IAAF- prsident Primo Nebiolo.
More highlights were added by the sprinter Innocent Asonze from Nigeria, who
won the 100 m in 10,06 sec. Kevin Braunskill (USA) gave a convincing performance
over 200 m in 20,53 sec. In 45,38 sec. completed Alejandro Cardnas (Mexico)
the stadium- round.
In the long jump of the men Kofi Prah from Berlin flew 7,93 m. Over 400 m of
the woman the czech woman and european champinship silver medall- winner Helena
Fuchsova took second place with 51, 29 sec. behind Loren Graham from Jamaika,
who won the race in 51, 29 sec. Also the 800 m winning time of Maren Hyman
(Jamaika) with 2: 00, 49 min. looked also today quite respectable.
All in all it was a great event with excellent performances. It’s no
wonder, that Meeting- director Wieland Klinger was radiant with happiness.
So he said: “Fantastic weather, great athmosphere and excellent results.
A sports meeting can’t be better.”
42 journalists from 29 diffrent editorial offices were moved on the outskirts
of Berlin to watched what the “province”could offer. All of them
were rather surprised.
The 140 athletes out of 34 countrys provided for a real olympic charm in the
countryside of Brandenburg. Königs Wusterhausen had not later than the
fifth meeting established his place in the international track-and-field athletics-
scene. And not only, due to the traditional great results of the hammer- thrower.
4. Stadionfest im Jahr 1997
Diese vierte Auflage des Stadionfestes der WSG'81 in Zusammenarbeit mit dem ISTAF
Berlin", so der offizielle Titel, fand am 23. August 1997 vor 3500 begeisterten
Zuschauern statt, ermöglicht durch das Sponsoring von 81 Firmen der Stadt
Königs Wusterhausen und ihres Umlandes. Dieses großartige Fest war
ein Fest der Meetingrekorde. Aufgestellt wurden sie in nicht weniger als sieben
Disziplinen. Sie verdienen es, gleich an den Anfang unseres Rückblicks gestellt
zu werden. Den 100 m Endlauf der Männer gewann Kenny Brokenburr, USA, in
10,19 sec. Im 800 m Endlauf siegten zeitgleich in 1:46,93 min Joel Marwa aus
Kenia und Sevievi Ngidhi aus Zimbabwe, im 400 m Endlauf Tomasz Czubak aus Polen
in 45,78 sec. Rafael Woijcik, ebenfalls Polen, gewann den Endlauf über die
3000 m Hindernis in 8:28,66 min. Bei den Frauen siegte im 800 m Endlauf die Schweizerin
Anita Brägger in 2:01,64 min und im 100 m Endlauf Christy Gaines aus den
USA in 11,25 sec.
Unmittelbar vor dem Fest fanden u.a. mit frisch gebackenen Hammerwurf-Weltmeister
Heinz Weis, Olympiasieger Balasz Kiss und Chris Jones, dem Weltmeister aus der
4x400 m Staffel der USA, am Hagebaumarkt und vor der Sparkasse Dahme- Spreewald
Autogrammstunden statt, die sich regen Zuspruchs erfreuten. Auch unsere Altstars
Rosemarie Ackermann (übersprang als erste Frau der Welt 1977 die magischen
2 Meter) und Hans Grodotzki (1960 in Rom Olympiazweiter über 5000 und 10000
m) waren dabei; beide waren sie Ehrengäste beim Stadionfest.
145 Athleten aus 12 Ländern gaben sich dann im Stadion ein sportliches Stelldichein,
das nicht nur durch die Meetingrekorde glänzte. Per Hubschrauber schwebten
der ISTAF-Chef und Mentor des KW'er Festes Rudi Thiel und die Weltmeister Sergej
Bubka, Haile Gebreselassie und Hicham El Guerrouj ein. Nachdem der Begrüßungsjubel
verklungen war, wurden sie an dem extra eingerichteten Platz von den Autogrammjägern
belagert. Mit freundlicher Geduld entledigten sie sich dieser Aufgabe, ehe sie
auf der Ehrentribüne dem Publikum im Stadionrund ihre Reverenz erwiesen.
Natürlich war Haile Gebreselassi zuvor auf seine in Brüssel verlorene
Weltrekorde angesprochen worden. Dort musste er mit zusehen, wie die beiden Kenianer
Daniel Komen (12:39,74 über 5000m) und Pauo Tergat (26:27,85 über 10000m)
seine Bestzeiten unterboten. "Ich habe zwei Rekorde verloren, aber im Grunde
sind sie nur ausgeliehen. Klar, dass ich sie mir zurück hole", erklärt
er völlig unbeeindruckt den Journalisten.
Das Hammerwerfen, mit dem das Fest traditionell eröffnet wurde, war gleichsam
eine WM-Revanche, stellten sich doch die ersten Sechs der Weltmeisterschaften
von Athen vor: Heinz Weis aus Leverkusen, Andrej Skwaruk (Ukraine), Wassolo Sidorenko
(Rußland), Balasz Kiss (Ungarn), Igor Astapkowitsch (Belorußland)
und Ilja Konowalow (Rußland). Komplettiert wurde das Feld durch Karsten
Kobs aus Dortmund, Holger Klose aus Frankfurt/M. und die Briten Dave Smith und
Paul Head. Ein phantastischer Auftakt.
Nach einem hochklassigen und spannendem Wettkampf gelangte Heinz Weis nach zwei
vierten und einem fünften Platz in den Vorjahren endlich aufs Treppchen.
Allerdings musste er mit 78,22 m dem weißrussischen WM-Fünften und
Europameister 1990 Igor Astapkowitsch, der auf 80,62 m kam, den Vortritt lassen.
Dritter wurde der ungarische Olympiasieger Balasz Kiss mit 77,82 m. Dennoch zeigte
sich Heinz Weis, der sich am Vortag ins Ehrenbuch der Stadt eingetragen hatte,
mit seiner Leistung nicht zufrieden. "Ich wollte hier zwar endlich einmal
gewinnen, aber die Reihenfolge ist schon in Ordnung. Igor ist der Erfolg zu gönnen.
Mit seinen Silbermedaillen, die er bei den Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften
geholt hat, galt er schon als ewiger Zweiter. Angesichts des enttäuschenden
5. Platzes in Athen war er nun besonders froh, dass es endlich mit einem Sieg
geklappt hat."
Etwas Überrascht war auch der Weltmeister Chris Jones aus den USA, musste
er sich doch im 400 m-Lauf ebenfalls mit dem zweiten Platz begnügen. Um
eine Zehntelsekunde unterlag er dem starken Polen Tomasz Czubak, der mit 45,78
sec. neuen Meetingrekord lief. "Enttäuscht bin ich nicht", erklärte
er. "Es war einfach schön hier. Ich habe so viele Fans getroffen und
möchte gern einmal wiederkommen."
Zu den Höhepunkten des Festes gehörte zweifellos der Auftritt von Christy
Gaines. Da sie recht kurzfristig gemeldet hatte, konnte sich die Presse auch
nur kurzfristig darauf reagieren. Trotzdem wurde sie von vielen schnell erkannt.
Mit Marion Jones, Inger Miller und Gail Devers hatte sie zur WM bekanntlich 4
x 100 m Staffelgold geholt. Gespannt verfolgten die Zuschauer ihre in sich gekehrte
Haltung in der Konzentrationsphase. Dann der Start-Ziel-Sieg und das befreite
Lächeln und Winken in die Runde. Sie sei angenehm überrascht von dieser
Stadt, den freundlichen Menschen und der guten Stimmung. Besonders gefiel ihr,
dass alles nicht so streßig sei wie in größeren Stadien. Und
da der Sportverlag bereits das WM-Buch herausgebracht hatte und die Fans ihr
Autogramm unter ihr Konterfei erbaten, war sie nicht nur überrascht, sondern
sichtlich davon angetan.
Dass alles bei einem solchen Sportfest reibungslos "über die Bühne" geht,
ist nicht zuletzt der Platzmannschaft zu danken. Es gilt jegliche Zeitverzögerung
zu vermeiden. Sofort nach dem 100 m-Lauf waren die Hürden aufgebaut, immerhin
80 für die 110 m der Männer, exakt ausgerichtet. Versehen sind sie
für die 110 m der Männer mit blauen und für die 100 m der Frauen
mit gelben Markierungen, um die unterschiedlichen Höhen, 106 cm für
die Männer und 84 cm für die Frauen, genau einzustellen. Darüber
hinaus sind noch die Gewichte, die die nötige Standfestigkeit geben, zu
verschieben; wenn die Hürdengerissenwerden, müssen sie so fallen, dass
Verletzungen vermieden werden. Das alles erfordert nicht nur Sachkenntnis, sondern
auch ein exaktes Zusammenspiel der Helfer. Natürlich wird das auch im Vorfeld
trainiert. Und so ging es dann reibungslos beim Stadionfest "über die
Bühne", wie alles andere auch und wie immer gesteuert von den ausgezeichneten
Kampfrichtern aus Cottbus und Lübben.
The fourth “stadionfest” in cooperation with ISTAF Berlin took
place on the 23. August 1997 in front of 3500 delighted spectators. 81 companys
from Königs Wusterhausen and in the vicinity of KW enabled this event
with their sponsors.
This time it was the event of meeting records. No less than 7 new meeting records
were established by the athletes. They deserved it to be named at the top of
this review. Kenny Brokenburr (USA) won the 100 m race in 10,19 sec. In the
800 m race Joel Marwa from Kenia and Sevievi Ngidhi from Zimbabwe won at the
same time in 1:46,93 min. And in the 400 m- final Tomasz Czubak won from Poland
in 45,78 sec. Rafael Woijcik, from Poland as well, won the finish over the
3000 m hurdles in 8:28, 66 min..The swiss woman Anita Brägger won 800
m in 2:01, 64 min. Christy Gaines took first place in 100 m final in 11,25
sec. Before the event started the new world champion in hammer throw Heinz
Weis, olympic champion Balasz Kiss and Chris Jones, the world champion from
the 4x400 m relay from the USA, had an autograph session. They went down very
well by the public. Guests of honour were this year Rosemarie Ackermann, who
jumped 1977 as first woman over 2 m and Hans Grodotzki, who got the olympic
silver medal in 5000 and 10 000 m in Rome 1960.
145 athletes from 12 countrys took place at this event and beamed with a few
meeting records.Another highlight was the landing of the helicopter, which
brought stars like world champion Sergej Bubka, Haile Gebreselassie und Hicham
El Guerrouj and moreover the director of the ISTAF Rudi Thiel, who was also
mentor of the Stationfest. They signed uncomplaining autographs and took place
in the VIP- stand.
The traditional first contest of the evening was like every year the hammer
throw. That became a revenge of the world championship in Athens. The first
6 of the championship presented their skills. This six were world champion
Heinz Weis from Leverkusen, Andrej Skwaruk (Ukraine), Wassolo Sidorenko (russia),
Balasz Kiss (hungary), Igor Astapkowitsch (belorussia) and Ilja Konowalow (russia).
More competitors were Karsten Kobs from Dortmund, Holger Klose from Frankfurt/Main
and the british sports men Dave Smith and Paul Head. A phantastic upbeat. It
was a engrossing and qualified competion. In the end took Igor Astapkowitsch
with 80,62 m first place. Second place won Heinz Weis with 78,22 m before the
hungarian olympic champion Balasz Kiss with 77,82 m. After the finish Heinz
Weis wasn’t really satisfied with his performance! He said: ”I
want to win here finally, but the order is right. It was a grat success for
Igor. He rated as always came second with his silver medals by olympic games
and world championships. In face of his disappointed 5, place by the olympic
games in Athens he was very rejoicing about the victory.”
Also an a little bit unpleasant surprise had the world champion from the USA
Chris Jones, due to his second place in the 400 m race. With new meeting record
and a tenth of a second faster was the polish man Tomasz Czubak (45,78 sec).
But Jones was sportsmanlike and said: “ I am not disappointed. It was
very nice here. I meet a lot of fans and would really like to come again.”
Another highlight was undoubtedly the heroic performance of Christy Gaines.
She had entered for the Stadionfest at the last minute. She take the gold medal
for the USA at the world championship with her colleagues Marion Jones; Inger
Miller and Gail Dever over 4 x 100 m in the relay. So the spectators followed
her concentration stage with keen interest. Her start- finish victory was acclaimed
by the public and she waved back in the croud. She said, that she was quite
positive about the event, the city and the kind people here and the athmosphere.
She was impressed by the fans, who wanted a autopraph from her in the world
championship – book.
That every went without a hitch was owed to the many auxiliary and the whole
team. They provided that no dealy happend. The provided fort he set up of the
hurdles etc. And ensured that they aligned exactly. All tasks required expert
knowledge and especially teamwork between the volunteers. But all that was
exercised in the apron. A special praise earned the judges from Cottbus and
Lübben for their exellent work.
3. Stadionfest im Jahr 1996
"In Königs Wusterhausen ist alles ein bisschen intimer. Hier spürt
man die Anteilnahme und die Freundlichkeit des Publikums hautnah", lobte
Hammerwerfer Lance Deal. Der US-Amerikaner war als Jahresweltmeister zur dritten
Auflage des Stadionfestes am 27. August 1996 gekommen und präsentierte sich
in blendender Verfassung.
Der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Atlanta 96 wuchtete den
Hammer allein fünf Mal über die 80 m-Markierung. Mit dem weitesten
Wurf stellte er gleichzeitig seinen eigenen Landesrekord aus dem Jahre 1994 ein
und gewann mit 82,50 m. Darüber hinaus verbesserte er die Jahresweltbestleistung
um 24 Zentimeter. Uns so ganz nebenbei verwies er den ungarischen Olympiasieger
Balasz Kiss, der nur 80,60 m erreichte, klar auf den zweiten Platz.
Der deutsche Heinz Weis war dagegen zu aufgedreht. Der Riese aus Leverkusen schaffte
noch beim Einwerfen mehrmals die 80 m, aber als es dann ernst wurde, musste er
sich mit 76,74 m und dem fünften Rang zufrieden geben. Alles Nervensache.
Dritter wurde übrigens der Belorusse Igor Astapkowitsch mit 79,52 Metern.
Und auf Rang vier kam ein bescheidener Mann aus Polen mit 77,44 Metern. Seine
große Stunde sollte erst später schlagen, bei den Olympischen Spielen
2000 von Sydney. Gemeint ist Szymon Ziolkowski, der aktuelle Olympiasieger. Und
auch er holte sich in KW den richtigen Schwung für seinen Triumphzug durch
die Stadien der Welt. Damals achtete wohl kaum jemand auf ihn ...
Für ein weiteres Spitzenergebnis beim dritten Stadionfest sorgte die rumänische
Weltrekordhalterin Mihaela Melinte. Die Hammerwerferin wollte eigentlich auch
einen neuen Rekord anpeilen, aber ihre Siegesweite von 66,32 m konnte sich auch
sehen lassen. "Ich bin zufrieden mit der Weite. Alles war gut hier. Ich
komme gern wieder", sagte sie nach dem Wettkampf - und hielt Wort.
Mit ihrer Siegerweite vermochte die beste Deutsche Simone Mathes aus München
mit 59,74 m nicht mitzuhalten. Erstmalig warfen übrigens die Frauen den
vier Kilogramm schweren Hammer in KW.
Ja, die Hammer-Spezialisten. Sie setzten vor erneut mehr als 3000 Zuschauern
erwartungsgemäß die Akzente dieser Veranstaltung. Positiv hoben sich
noch die 13,56 Sekunden hervor, die Hürdensprinter Frank Balzer bei Gegenwind
erzielte, und die 5,60 m des britischen Stabhochspringers Jeff Hartwig, der die
Höhe im ersten Versuch meisterte.
Insgesamt wurden vier Meeting-Rekorde registriert. 123 Leichathleten aus 20 Ländern
kamen nach Königs Wusterhausen.
“Everything in Königs Wusterhausen is a little bit intimate. Here
you can feel closely the sympathy and the gentleness of the public” said
hammer – thrower Lance Deal approvingly. The US - boy came as world champion
to the third edition of the sport meeting in Königs Wusterhausen on the
27th August 1996 and was at his best. The olympic silver medal winner of Atlanta
1996 slammed the hammer five times over 80 meters. His farthest nick landed
on 82,50 m and meant the equalling of his own national record from 1994. Furthermore
he improved the world year- record by 24 centimeter. He left one’s opponents
trailing, for example the hungarian olympis winner Balasz Kiss, who throw only
80,60 m. Heinz Weis was too excitedly. At the end he came on the fith place
with 76,74 m.
For another outstanding result provided the romanian woman and world champion
Mihaela Melinte. She had kind of thought that she throw a new record, but she
was also confident with her winning- distance from 66,32. “I’m
quite happy with the distance, I have no complaints. I enjoyed it. I am proud
to come back.“ – she kept her word. The german woman Simone Mathes
from Munich throw with the new 4 kg heavy hammers good 59, 74 m.
Once again the hammer throwers set a course in front of over 3000 spectators.
Another postiv aspect were the 13,56 sec. of Frank Balzer over 110 m hurdles.
He run that time with headwind. And the 5,60 m of the british pole vaulter
Jeff Hartwig. He overcame the height in his first try. All in all the meeting
got 4 new meeting records. 123 athletes from 20 countrys take part at this
event.
2. Stadionfest im Jahr 1995
Es fand am 30. August 1995 vor einem begeistert mitgehenden Publikum statt und
wurde mit seinen Qualifikationswettbewerben für das Berliner ISTAF am 1.
September zum sportlichen Höhepunkt unserer Stadt und Region. 47 Redaktionen,
Journalisten und Fotografen, sowie die Fernsehstationen ORB, NDR, IA, ZDF und
Deutsche Welle waren im Stadion der Freundschaft dabei. Der ORB widmete dem Geschehen
noch am selben Abend in seiner Sendung "Einwurf extra" einen halbstündigen
Beitrag.
Mit dem S-Bahn-Sonderzug waren der fünffache Weltmeister im Stabhochsprung
Sergej Bubka und der 5000 und 10 000 m Weltrekordler Dieter Baumann gekommen.
Zur Autogrammstunde gab es für sie kein Atemholen, und als sie schließlich
auf der Ehrentribüne den Zuschauern zuwinkten, wollte der Beifall kein Ende
nehmen.
Schon Wochen vorher hatte die Presse für ein erwartungsfrohes Publikum gesorgt.
Schlagzeilen wie "Grit Breuers Comeback - Erster Wettkampf nach ihrer Sperre
beim 2. Stadionfest", "Fenner und Kumbernuß in KW", "KW
erlebt Weltklasse" lockten dann auch über 3000 Zuschauer ins Stadion.
Sie wurden mit erstklassigen Leistungen belohnt. 167 Athleten aus 16 Ländern
von fünf Kontinenten gingen an den Start. Im Hammerwerfen, mir dem das Fest
sportlich eröffnet wurde, gelang dem Olympiasieger von 1992 und Weltmeister
von 1993 und 1995 Andrej Abduwalijew aus Tadschikistan die Wiederholung seines
Vorjahreserfolges. Mit 78,76 m verwies der Favorit den starken Ungarn und WM-Dritten
Tibor Geczek, der auf 76,44 m kam, auf den zweiten Platz, gefolgt von Wassili
Sidorenko (74,12 m) aus Russland und dem deutschen Rekordhalter Heinz Weis mit
73,38 m. All diese Leistungen sind umso höher zu bewerten, als kurz vor
Wettkampfbeginn zum Leidwesen der Athleten und Organisatoren ein Regenschauer über
dem Stadion niederging, der um den Ringbelag keinen Bogen machte. Obwohl er frei
geschrubbt wurde, waren optimale Bedingungen naturgemäß nicht zu erreichen.
Einen nächsten Höhepunkt erlebten die Zuschauer beim Stabhochsprung.
Pat Manson, der sympathische Athlet aus den USA, der auch bei den Sprüngen
seiner Konkurrenten die Zuschauer zum rhythmischen Klatschen anregte, schraubte
den Stadionrekord auf 5,75 m. Seine persönliche Bestmarke von 5,83 m verfehlte
er nur äußerst knapp. Zweiter wurde Walerie Bukrejew aus Estland von
dem Jenenser Stefan Diebler, die beide 5,50 m erreichten.
Mit großer Spannung erwartet wurde das Comeback von Grit Breuer und Manuela
Derr. Die beiden Neubrandenburgerinnen, nunmehr für den SC Schwerin startend,
waren mit Trainer Thomas Springstein nach KW gekommen, um erstmals nach drei
Jahren Sperre wegen Einnahme unerlaubter Mittel an einem offiziellen Wettkampf
teilzunehmen. Sie wurden mit stürmischen Ovationen empfangen. Im 1. Lauf
siegte Woronowa (Rußland) in 23,13 vor Stevens (USA) 23,39 sec. Grit Breuer
wurde in 23,71 Dritte. Den 2. Lauf gewann Manuela Derr in 24,27. Beide Athletinnen
erzählten, dass sie vor dem Start doch Herzklopfen hatten und dankten im
Nachhinein über Heinz Florian Oertels Mikrophon dem phantastischen Publikum.
Grit Breuer erklärte, beim ISTAF ihre Spezialstrecke, die 400 m, laufen
zu wollen. Mit ihrer Zeit über 200 m war sie nicht zufrieden, lag doch ihre
Bestzeit bei 22,45. "Ich war zu fest, nicht locker genug."
Einen der Glanzpunkte des Festes setzte schließlich die Weltmeisterin im
Kugelstoßen Astrid Kumbernuss. In Göteborg hatte sie sich den Titel
mit tollen 21,22 m geholt, in Königs Wusterhausen gewann sie mit 20,38 souverän
vor ihren Trainingskameradinnen Fedjuschina (Ukraine) 19,14 und Mitkowa (Bulgarien)
18,76m. Auch Astrifd Kumbernuss zeigte sich vom KW'er Publikum hellauf begeistert.
Es war interessant zu hören, dass sie kleinere Stadien mit größerer
Publikumsnähe liebt. "Beim Einstoßen", erklärte sie, " habe
ich größere Weiten erzielt als im Wettkampf. Das zeigt, dass mehr
drin war, aber es fehlte so ein bißchen die Wettkampfaufregung bei mir,
die ich brauche. Mit Walentina Fedjuschina trainiere ich seit den Weltmeisterschaften
zusammen, da war das eigentlich wie Training."
Für einen weiteren sportlichen Höhepunkt sorgte der Potsdamer Hürdensprinter
Sven Göhler, der in 13,34 sec gegen den Zweiten der deutschen Bestenliste,
den Berliner Mike Fenner (13,44 sec) gewann und damit seine bisherige Bestzeit
von 13,37 sec klar unterbot. Klasseleistungen erreichten auch Emanuel Tuffour
aus Ghana in 10,32 sec über die 100 Meter, die Schweizerin Lena Solli mit
13,43 über die 100 m Hürden und Przyemyslaw Radkievics aus Polen mit
218 m im Hochsprung.
Die nationale und internationale Presse würdigte nicht nur die Leistungen
der Athleten, sondern auch die Arbeit der Organisatoren, denen sie ein rundum
gelungenes Sportfest bescheinigten.
The second meeting in Königs Wusterhausen was enacted to a large respond
wholeheartedly audience on the 30 August 1995. This event got the sporting
highlight of our city and region. The second Stadionfest was broadcasted by
47 redactions, journalists and photographer, as well as the television stations
ORB, NDR, IA, ZDF and Deutsche Welle. The television channel ORB contributed
the event a half- hour article in its program “Einwurf Extra”.
The five times world champion in pole vault Sergej Bubka and Dieter Baumann,
who set up a new world record for the 5000 and 10 000 m, were rushed by a special
train of the suburban train. After having an autograph session, they sat down
in the VIP stand and there was a surge of applause from the spectators as they
wave to them.
Weeks before the event started the press attracted attention in the public
by headlines like “Comeback of Grit Breuer – first competition
after her ban”; “Fenner and Kumbernuss in KW” or “ KW
saw world class”. The Result was, that over 3000 visitors wanted to see
spectacular action in the stadium of friendship. They received a reward with
outstanding performances. 167 athletes out of 16 countrys from 5 continents
started in KW.
In the sporting dedication of the contest, the hammer throwing repeated olympic
champion from 1992 und world champion from 1993 und 1995 Andrej Abduwalijew
his success from the previous year. He left the world champion third Tibor
Geczek (76,44 m) trailing on the second place and opponent Wassili Sidorenko
(74,12 m) on the third place and won with 78,76 m. Fourth place like in the
pevious year took Heinz Weis mit 73,38 m.
The next highligt was the pole vault. The congenial Pat Manson from the USA
set up a stadium- record and won with 5,75 m. On the second place jumped Walerie
Bukrejew from Estonia, Stefan Diebler came on the third place (both 5,50 m).
the tension about the comeback from Grit Breuer and Manuela Derr became unbearable.
It was the first contest for both after a ban of three years due to taking
unlawful medicine. They were greet with standing ovations.
In the first run Woronowa won in 23,13 before Stevens from USA in 23,39 sec.
and Grit Breuer (23,71). The second race won Manuela Derr in 24,27 sec. Both
comeback- athletes said, that they were very exited about the start and they
thank the spectators for their support. Grit Breuer explained, that she will
start at the ISTAF on her favourite discipline the 400 m.
The climax of the event was world champion Astrid Kumbernuss in shot-put. She
won commandingly with 20,38 m. Her comrade Fedjuschina (Ukraine) came second
place with 19,14 and Mitkowa (Bulgaria) 18,76m. Also Astrid Kumbernuss was
thought it was tremendous from the public and the atmosphere in Königs
Wusterhausen. But she also said, that she missed her contest- nervousness. “It
was like a training, because I train with Walentina Fedjuschina since the championship.”
Sven Göhler provided for another sporting highlight in hurdles. He won
in 13,34 sec. against the second from the german championlist Mike Fenner (13,44).
There he improved his record by 3 second. Also outstanding sporting performances
reached Emanuel Tuffour from Ghana in 10,32 sec over 100 m, the swiss Lena
Solli with 13,43 over 100 m hurdles and Przyemyslaw Radkievics from Polen with
2.18 m in high jump.
The national and international press prized not only the results of the athletes
but also the work of the organizer. They certified them a really effective
sports meeting.
1. Stadionfest im Jahr 1994
Die Stars fühlten sich wohl. Viel Lob gab es für die Organisatoren
und fleißigen Helfer der WSG'81, die das erste Stadionfest am 28. August
1994 aus dem Boden gestampft hatten. 3500 neugierige Zuschauer umsäumten
die Stadionrunde und hatten buchstäblich Tuchfühlung mit den Großen
der Leichtathletik-Szene. Hier gab es Stars nicht auf der Mattscheibe, sondern
in voller Lebensgröße, zum Anfassen.
Die Sportler indes fühlten sich bei dieser familiären Atmosphäre
wohl und bedankten sich auf ihre Weise mit guten Resultaten. 55 Athleten aus
17 Ländern gingen an den Start und nutzten die Wettbewerbe zur Qualifikation
für den großen Bruder, das Berliner ISTAF, oder eben um sich selbst
in Szene zu setzen und Spitzenwerte zu erbringen.
Bei der Premiere waren es schließlich die Hammerwerfer - wie bei fast
allen folgenden Veranstaltungen - die mit Superleistungen auf sich aufmerksam
machten. Von den Hammer- Assen war es der Tadschike Andrej Abduwalijew, der
mit 81,04 Metern für einen Paukenschlag sorgte. Der Olympiasieger von
Barcelona (1992) und Weltmeister von Stuttgart (1993) schleuderte die Eisenkugel
allein dreimal über die 80-Meter-Marke und setzte sich souverän von
dem Weißrussen Igor Astapowitsch (80,62) und dem russischen Europameister
Wassili Sidorenko (79,62) durch. Der amtierende deutsche Meister Heinz Weiss
belegte nach zweiwöchiger Trainingspause (Bronchitis) mit 78,54 Metern
nur den vierten Rang. Dennoch rang er dem Wettbewerb von Königs Wusterhausen
Positives ab: "Ich finde die Idee, in Berliner Umland zu gehen, sehr gut.
Es hat großen Spaß gemacht."
In zehn weiteren Wettbewerben wurden mit den Siegern auch die Teilnehmer an
den ISTAF- Wettkämpfen ermittelt. Darunter war auch der Potsdamer Sven
Göhler, der über die 110 m Hürden mit 13,66 Sekunden den Chemnitzer
Falk Balzer (13,82) distanzierte.
Im 800-m-Rennen der Männer setze sich ein damals noch namenloser Mittelstreckler
durch: der Schweizer André Bucher. Im Stadion der Freundschaft schaffte
er 1:49,79 Minuten. Heute zählt er zu den schnellsten Zwei-Runden-Männern
der Welt. Als Weltjahresbester holte sich der sympathische Läufer 2001
in Edmonton/Kanada in 1:43,70 Minuten das erste WM-Gold für die Schweiz
seit Kugelstoß-Legende Werner Günthör (1987, 1991 und 1993).
Bucher, Abduwalijew und Co. gehören zu den ersten Cracks, die sich in
Königs Wusterhausen vorstellen oder das Stadionfest als Sprungbrett in
die große Leichathletik-Welt nutzten.
1994 - The first "Stadionfest"!
The athletes liked it. The supervisors and many diligent assistans of the
WSG 81, who organised the first “Stadionfest” on the 28th august
of 1994 got a lot of praise for it. 3500 inquisitive spectators lined the stadium
round. The special on this event was, that the spectators not only see there
stars on TV, but in real and they could touched them. The athletes on the other
hand liked the familiar atmosphere and thanked that with very good results.
55 athlete out of 17 countrys started in different forms of sport. Some wanted
to qualify for the “big brother”, the ISTAF in Berlin; others wanted
to draw attention to others or wanted to show to performance. The hammer thrower
like in every following meeting ensured at the first performance for high sporting
performances. The Tajik hammer thrower Andrej Abduwalijew got off to a dramatic
start and throw the hammer three times over 80 metres. At the end he won the
competition with 81,04 metres, Igor Astapowitsch got the second place with
80,62 and the russian European champion Wassili Sidorenko (79,62) came third
place. The reigning german champion Heinz Weiss only just missed on and took
fourth place with 78,54. But he was quite positive about the competition in
Königs Wusterhausen and said: “I like the idea to do a contest in
the area surrounding Berlin. I really enjoyed it!”
In another 10 contests were in addition to the winner also the members of the
ISTAF meeting determined. On of these members was the Sven Göhler from
Potsdam, who came first in the 110 m hurdles. He beat with 13, 66 seconds Falk
Balzer (13,82).
In the race over 800 m of the mens won an at this time unknown man, the Swiss
André Bucher. He won the race in Königs Wusterhausen in 1: 49,
79 min. Today he belongs to the fastest 2- round- men in the world. 2001 in
Edmonton (Canada) he won the first world championship gold medal for Switzerland
since Werner Günthör, who won the world championship in shot-put
in 1987, 1991 und 1993. His winning time was 1:43,70 min.
Bucher; Abduwalijew and all other members of the first “Stadionfest” used
this event as a jumping-off place into the big track-and-field athletics – world.