17. Stadionfest Königs Wusterhausen
Fabienne Kohlmann in Königs Wusterhausen vorn!
Beim Stadionfest in Königs Wusterhausen hat die Karlstädterin Fabienne
Kohlmann am Freitagabend die 800 Meter gewonnen. Auf den letzten Metern konnte
ihr die internationale Konkurrenz nicht mehr folgen. Die Vize-Europameisterin
mit der 4x400 Meter Staffel siegte in 2:02,14 Minuten.
Mit seinem Sieg und übersprungenen 5,60 Metern im Stabhochsprung sicherte
sich Richard Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen) einen Startplatz beim ISTAF
in Berlin am Sonntag (22. August).
Vor 2.500 Zuschauern im Stadion der Freundschaft ging Fabienne Kohlmann schon
zu Beginn des Rennes an die Spitze. „Ich wollte eine schnelle Zeit“,
sagte Fabienne Kohlmann nach dem Lauf. „Deshalb habe ich das Heft in
die Hand genommen.“ Normalerweise hängt sie sich lieber hinten dran.
Auf der letzten Gegengeraden wurde die EM-Halbfinalistin über 400 Meter
Hürden zwischenzeitlich überholt. „Ich war eingekesselt und
musste mich freikämpfen“, analysierte Fabienne Kohlmann. „Auf
der Zielgeraden hat dann eine Läuferin vor mir gefehlt, dann wäre
eine noch bessere Zeit möglich gewesen.“ Zum Saisonabschluss läuft
die 20-Jährige am Sonntag beim ISTAF noch einmal die 800 Meter, hofft
auf eine neue Bestzeit und schielt auf eine Zeit unter zwei Minuten.
Sieg für Sergej Litvinov
Kathrin Klaas von der LG Eintracht Frankfurt siegte im Hammerwerfen mit 70,63
Metern. In den letzten Wochen hatte sie an ihrem Quali-Aus bei der EM in Barcelona
(Spanien) zu knabbern. „Ich habe nach Fehlern gesucht“, erklärte
Kathrin Klaas. „Ich bin froh, dass es wieder geradeaus geht.“ Beim
ISTAF in Berlin startet die Deutsche Vizemeisterin am Samstagnachmittag schon
wieder.
Das Hammerwerfen der Männer gewann der Frankfurter Sergej Litvinov mit
77,45 Metern. Der Deutsche Meister Markus Esser aus Leverkusen hatte seinen
Start in Königs Wusterhausen aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Richard Spiegelburg nach Berlin
Im Stabhochsprung der Männer ging es um eine Wildcard für das ISTAF.
Richard Siegelburg schaffte als einziger die dafür geforderten 5,60 Meter. „Eigentlich
habe ich mich nicht gut gefühlt“, berichtete Richard Spiegelburg
nach dem Wettkampf. „In einer langen Saison habe ich schon viele Körner
verschossen.“ Der 33-Jährige freut sich auf das ISTAF. „Zum
Abschluss meiner Karriere treffe ich noch einmal auf die Weltspitze.“
Einen letzten Test vor seinem Zehnkampf-Comeback-Versuch nächste Woche
bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Potsdam machte André Niklaus.
Mit seinen 4,40 Metern im Stabhochsprung war der Berliner aber nicht zufrieden. „Das
Timing hat gefehlt“, sagte André Niklaus. Für seinen Zehnkampf
in Potsdam nimmt er sich eine Punktzahl um 7.600 vor. Auf den Titel schaut
der ehemalige Hallen-Weltmeister nicht. Er will sich auf sich selbst konzentrieren.
Nach den vielen Verletzungsproblemen „fehlt es an Selbstvertrauen.“ Im
nächsten Jahr möchte André Niklaus dann wieder angreifen.
Von Jan-Henner Reitze
Quelle: www.leichtathletik.de