
"Als ich im Ziel auf die Zeit geschaut habe, war es bombastisch", erzählte der Deutsche Meister. "Ich wusste, dass ich es drauf habe." Im Training hatte sich das Potential angedeutet. Im Wettkampf hatte es der 23-Jährige bisher nicht voll zeigen können. "In vielen Rennen hat mir der Arsch in der Hose gefehlt." Die Steigerung kommt zwar spät in der Saison, wo die WM in Daegu (Südkorea) schon Geschichte ist. Sören Ludolph blickt aber nach vorne. "Nächstes Jahr will ich zu Olympia. Das ist mein großes Ziel, seit Jahren."
Jirina Ptacnikova springt zum ISTAF
Markus Esser musste sich Ali Mohamed Al-Zinkawi (Kuweit) geschlagen geben. 77,69 Meter konnte der Deutsche nicht mehr kontern. Mit 76,49 Metern blieb Rang zwei. "Nach dem Höhepunkt ist die Luft etwas raus", meinte der WM-Vierte. Die Saison ist aber noch nicht zu Ende. In Zagreb (Kroatien; 13. September) und beim Decanation in Nizza (Frankreich; 18. September) stehen noch zwei Wettkämpfe an. "Dort möchte ich noch einmal weit werfen."
Mit 4,51 Metern im Stabhochsprung nahm Jirina Ptacnikova (Tschechische Republik) nicht nur der abwesenden Vize-Weltmeisterin Martina Strutz (ESV Hagenow) den Stadionrekord ab, sie sicherte sich auch einen Startplatz für das ISTAF in Berlin am Sonntag (11. September). Julia Hütter (LG Eintracht Frankfurt) übersprang 4,35 Meter und wurde Zweite.
Schnelle Fahrt über 3.000 Meter Hindernis
Einen weiteren Meetingrekord gab es über 3.000 Meter Hindernis. Conseslus Kipruto (Kenia) lief in einem Schauer 8:27,30 Minuten. Der U18-Weltmeister über 2.000 Meter Hindernis war das Rennen sehr schnell angegangen, mit einem Tempo Richtung acht Minuten. Dann wurde der erst 16-Jährige aber langsamer.
Über 1.500 Meter feierte Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) den nächsten Sieg, nachdem er einen Tag zuvor das Nachwuchsrennen in Zürich (Schweiz) gewonnen hatte. Auf der Zielgeraden rang er Jeff See (USA; 3:42,15 min) nieder. In 3:41,42 Minuten kam auch noch eine gute Siegerzeit raus. Der Deutsche Hallenmeister war bisher nur zweimal in seiner Karriere schneller.
Christine Arron gibt sich die Ehre
Ganz knapp wurde es über 110 Meter Hürden. WM-Halbfinalist Willi Mathiszik (TV Wattenscheid 01) hatte in 13,70 Sekunden am Ende die Nase vorn. Dominik Bochenek (Polen; 13,72 sec) verwies dahinter Alexander John (LAZ Leipzig; 13,77 sec) auf Platz drei.
Beim 100-Meter-Sieg von Katerina Cechova (Tschechische Republik; 11,65 sec) lief Europarekordhalterin Christine Arron (Frankreich) in 11,75 Sekunden auf Platz drei. "Es war mein erstes Rennen in dieser Saison, nachdem ich verletzt war", erklärte die 37-Jährige. Als beste Deutsche sprintete Christina Haack (TV Gladbeck; 11,85 sec) auf Platz vier.
Quelle: www.leichtathletik.de | Author: Jan-Henner Reitze.